Lize Spit: Ich bin nicht da

Diesem Buch muss man eine Warnung vorwegschicken: es ist wirklich nicht für jeden das richtige Buch. Mich hat es berührt, beschäftigt und einige Szenen werde ich so schnell wahrscheinlich nicht vergessen. Losgelassen hat es mich jedenfalls nicht, und die Spannung des Buches zieht einen immer wieder hinein.

Erzählt wird die Geschichte von Leo und Simon, die beiden sind seit zehn Jahren ein Paar und sind bedingt durch ihre Geschichten sehr aufeinander fixiert. Dann verändert sich Simon, schläft kaum noch, ist völlig überdreht und entfernt sich immer mehr von ihr. Er ist einer manischen Phase und wird von Verfolgungswahn gesteuert. Das Leben der beiden wird durch diese psychische Erkrankung komplett verändert. 

Am Ende bleiben Leo 11 Minuten, um das Allerschlimmte zu verhindern, 11 Minuten, die man als Leserin mit angehaltenem Atem mitverfolgt, immer in Sorge vor der Tragödie.

Fischer Verlag, 26 €

empfohlen von Anke Brauer

 

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