Louise Penny: Unter dem Ahorn

Der achte Krimi um Chief-Inspector Armand Gamache führt uns in ein abgelegenes Schweigekloster in den kanadischen Wäldern im Norden Québecs. Man erreicht das Kloster nur beschwerlich per Boot oder Flugzeug, und auch nach langem Anklopfen wird einem nicht sofort geöffnet. Einer der Mönche, der beliebte Chorleiter Frère Mathieu, wird erschlagen im Garten des Abtes aufgefunden. Und schnell wird klar, daß der Täter nur aus den eigenen Reihen kommen kann. Leider verstecken sich die vermeintlich friedfertigen Glaubensbrüder hinter ihrem Schweigegelübde und die Ermittlungen kommen für Gamache und seinen Stellvertreter Beauvoir nur langsam voran. Noch schwieriger wird es, als Sylvain Francoeur, der intrigante Widersacher und Vorgesetzte Gamaches, erscheint und die Ermittlungen behindert.
Diese Krimireihe gefällt LeserInnen, die weder blutrünstige Gewalt oder Psychothriller mögen, dafür eher die leisen Töne. Es sind klar durchdachte Fälle und wir kommen immer wieder an abwechslungsreiche Schauplätze, besetzt mit skurrilen Charakteren. Die Landschaft wird in schillernden Farben beschrieben. Und es dreht sich immer wieder um viel Kunst und Kunstgeschichte; bei dem achten Fall wäre es letztendlich gut, wenn man sich für das Klosterleben und Gregorianik interessierte!
Die Bände 9 und 10 sind in den letzten Tagen erschienen.

Kampa Verlag, 18,90 €

empfohlen von Susanne Maas-Raepke

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